Reden ist doch gold!

24 08 2009

Ein Glück, dass ich heute mit meinem Sozialarbeiter gesprochen habe und meine Problematik – ihn und meine Mutter betreffend – angesprochen habe! Er wird künftig nicht mit meiner Mutter arbeiten. Das beruhigt mich ungemein und gibt mir ein relativ gutes Gefühl.

Ich bin SEHR froh, dass ich gestern keinerlei „Dummheiten“ angestellt habe und mich zu selbstverletzendem Verhalten habe hinreißen lassen!

Was ich gestern zu meiner Beruhigung getan habe?
1. nachdem ich mir hier das gröbste von der Seele geschrieben habe, habe ich
2. einen sehr guten Freund angerufen und mich ca. 10 Minuten ausgesprochen.
3. ich bin ins Bett gegangen und habe mir ein ruhiges Lied angehört.
4. tief durchgeatmet.
5. 2 Tropfen Japanisches Heilpflanzenöl (Chinaöl/Minzöl) auf meine Schläfen gerieben.
6. nochmal tief durchgeatmet.
7. ein Hörbuch angemacht und
8. Sudokus gelöst.

Dabei konnte ich dann – ganz ohne zermürbende Gefühle oder Gedanken – einfach müde werden und irgendwann das Licht löschen und einschlafen.

Kleine Einschlaf-Rituale sind m. M. n. sehr wichtig und fördern letzten Endes nicht nur die Gesundheit, sondern das gesamte Wohlbefinden! Ich bin wirklich froh, dass es zur Zeit so gut klappt, mit dem zu-Bett-gehen und ich wünsche jedem, dass er innere Ruhe und Gelassenheit findet um ebenfalls wohlig einschlafen zu können!





Unmut und Ver(w)irrungen

23 08 2009

Heute geht es mir nicht gut. Ganz und gar nicht gut!
Meine Nachbarn regen mich auf und noch einige andere Leute.

Seit einem Jahr mache ich nun ambulant, betreutes Wohnen. Das heißt es kommt jede Woche mein Sozialarbeiter zu mir nach Hause und wir unternehmen etwas oder reden. Ich habe unheimlich großen Redebedarf in den vergangenen Monaten. Vor allem, seit ich wieder Alpträume habe.

Nun arbeitet mein Betreuer auch mit meiner Mutter.
Und genau DAS macht mich wahnsinnig!

Ich lebe seit über 13 Jahren nicht mehr zu Hause und habe nichts mit meiner Mutter zu tun. Seit 15 Jahren ist sie dem Alkohol verfallen und ich bin froh, mich endlich in diesem Jahr von ihr richtig abgewandt zu haben! Ein Teil von mir hasst sie, verflucht sie und will nie wieder etwas von ihr hören… ein anderer Teil, das abhängige und sehnsuchtsvolle Kind in mir, hat Verständnis für sie und ihre Krankheit.

Jetzt will ich aber keine Rücksicht mehr nehmen und kein Verständnis haben!
Ich will nicht, dass der Mensch, der mit mir arbeitet und „für mich da sein soll“ das gleiche für sie tut!

Ich bin durcheinander, wütend und total aufgewühlt deshalb.
Morgen habe ich einen Termin mit dem Sozialarbeiter. Ich will ihm sagen, wie sehr ich darunter leide, dass er auch mit ihr arbeitet und dass es mich stört. Ich will keinerlei Verbindung zu meiner Mutter haben und er soll entweder mit mir oder mit ihr arbeiten. Aber beides geht für mich nicht!

Diese Frau hat mich viele Jahre verletzt und misshandelt. Sie hat mir keine Liebe zukommen lassen, mich immer klein gehalten, mich niemals gelobt oder unterstützt. Sie war dabei, als ich vergewaltigt wurde… mir ist mittlerweile scheissegal, WARUM sie zur Alkoholikerin wurde und wieso sie sich nicht um ihre Tochter kümmern konnte! SIE ist mir mittlerweile egal und von mir aus kann sie auch verrecken! Aber sie soll sich einen eigenen Sozialarbeiter such!!!

Boah bin ich wütend!

Und traurig…

Seit Stunden fühle ich mich emotional überfordert und weiß nicht wohin mit meinen Gefühlen.
Ich weiß nicht, was ich machen soll… und jetzt spüre ich wieder, wie krank ich selber bin. Am liebsten möchte ich meine Gefühle vernichten.

Alkohol trinken? Never!
Tabletten nehmen? Mhm.. zur Beruhigung könnte vielleicht nicht schaden.. Gefühle betäuben..
Essen? Ich bin doch schon so fett!
Mir anderweitig Schmerz zufügen um die Gefühle zu „übertrumpfen“?
Ich will das einfach nicht mehr!

Ich muss mir sagen, dass es „NUR“ Gefühle sind.
Ich weiß ja, dass ich dazu neige, mich „rein zu steigern“ und alles zu „übertreiben“.
Scheiß emotionale Instabilität!
Ich wünsche mir so sehr, dass ich es endlich schaffe, meine Gefühle in den Griff zu bekommen!
Ich muss endlich abschalten ohne mich so verrückt zu machen…
Ich werde jetzt mal einen Freund anrufen und bisschen quatschen.
Vielleicht hilft mir das vorübergehend.

Das Schreiben hat mir jetzt auch schon etwas geholfen…